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Kurzbeschreibung meines  heutigen Interviewpartners:

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Jupp Martinelli ist wahrlich eine Aachener Fußball Legende, wie sie im Buche steht. Er hat vor kurzem noch ganz frisch seinen 80sten Geburtstag gefeiert und teilt hier mit uns seine Ansichten, Erlebnisse und Erfahrungen im Rückblick der letzten Jahrzehnte, sportlich wie gesellschaftlich. Und bei einer Persönlichkeit wie ihm, mit einer solchen Lebenserfahrung, die in der der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, lohnt es sich auch zweimal hinzuhören an der einen oder anderen Stelle!

Er ist schließlich neben dem Fußball auch immer zweigleisig gefahren und schloss so eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt bei der Stadt Aachen ab. Die Stunden, die er wegen des Fußballs trainierte und deswegen nicht in der Stadtverwaltung anwesend sein konnte, wurden ihm vom Lohn abgezogen und wenn Freitagsspiele angesetzt waren, musste er dafür einen Tag Urlaub nehmen. Wahrscheinlich für viele Profis heute unvorstellbar, sich in diese Zeit zurückzuversetzen und welche Entbehrungen einer wie Jupp Martinelli vergleichsweise damals auf sich genommen hat, um 1. Bundesliga zu spielen. Dagegen erscheint das heutige Profitum wie ein Schlaraffenland, in dem den Spielern, der Allerwerteste nahezu hinterher getragen wird. Und trotzdem hätte Jupp vom heutigen Profitum nichts auf seine damalige Zeit übertragen haben wollen. Geld und Reichtum haben ihn nie interessiert, Werte und Wohlfühlen in einer intakten Umgebung sind ihm da viel wichtiger. Oder, um es in seine Worte zu fassen: „Ich bin ein glücklicher Mensch und damit ist alles gesagt!“

Und mit diesem Zitat ist auch schon eine ganze Menge über den Menschen Jupp Martinelli gesagt…!!! Er genießt im Dreiländereck, aber auch darüber hinaus einen exzellenten Ruf, als integre Persönlichkeit und jemand der gerade heraus seine Meinung vertritt. Da konnte es allerdings zur aktiven Spielerzeit auch schon mal mit den Spielerkollegen ordentlich im Gebälk krachen, aber Jupp hatte dann auch kein Problem damit, sich später dafür auch wieder zu entschuldigen und das hat er sich bis heute bewahrt. Auch ein Charakterzug von menschlicher Größe, der in der heutigen Zeit leider auch immer schmerzlicher vermisst wird.

 

Profilvorstellung Interviewpartner

Name: Jupp Martinelli

Alter: 80

Geburtsort: Bardenberg

Wohnort: Herzogenrath

Familienstand: verheiratet

Kinder: 2 (51 und 47 Jahre alt)

Berufsabschluss/ -Ausbildung: Diplom-Verwaltungswirt

Ausgeübter Beruf heute: Im Ruhestand

Vorlieben, Hobbies: Familie pflegen, Sport insbesondere Fußball und Leichtathletik, Radfahren mit der Gattin

„Sich nicht überschätzen und zufrieden sein! 

(Jupp Martinelli)

NO-NO, was für ihn gar nicht geht: Angeben, mehr Schein als Sein!

Beruflicher Werdegang

Im Fußball hatte alles im Alter von 10 Jahren beim Kohlscheider Ballsportklub angefangen. Mit 15 ging es dann zu Alemannia Aachen, wo er im Alter von 18 Jahren, noch als Schüler, sein Debüt in der ersten Mannschaft gab. Sein Name ist unwiderruflich mit der sportlich erfolgreichsten Zeit von Alemannia Aachen verbunden, als er als Kapitän 1969 die Mannschaft zur deutschen Vize-Meisterschaft hinter Bayern München führte. Jupp zeichnete dabei immer eine ausgesprochene Bodenständigkeit und Vereinstreue aus, so dass ein Vereinswechsel für ihn auch nie wirklich in Betracht kam, auch wenn es der 1 FC Köln wohl mal versucht hatte. Doch die Verantwortlichen des 1. FC wurden damals von seinem Vater freundlich abgewiesen und auf sein Nachfragen hin, damals noch zu seiner Schulzeit, wer denn diese Herren gewesen seien, die da gerade das Elternhaus verlassen hatten, kriegte er von seinem Vater gesagt: „ Jung, dat geht dich nüs an, dat hat dich nit zu interessieren.“ Und dieses Desinteresse, Alemannia zu verlassen, zog sich durch bis zum 34sten Lebensjahr, 16 Jahre Alemannia in der ersten Mannschaft mit 466 Spielen und 141 Toren! Ein seltenes Gut an Vereinstreue gerade in der heutigen Zeit, Chapeau!!!

Danach spielte er dann noch 1 Jahr bei Roda Kerkrade in den Niederlanden und 9 weitere Jahre auf hohem Niveau im Amateurbereich für Westwacht Aachen und schließlich sagenhafte 33 Jahre für die Traditionsmannschaft von Alemannia Aachen. Wahrscheinlich einmalig in Deutschland, dass jemand mit 77 Jahren noch in einer Traditionsmannschaft spielt(e).

Und umso beachtlicher ist es, dass er diese sportliche Leistung gleichzeitig in Einklang gebracht hat mit seiner beruflichen Laufbahn als Diplom-Verwaltungswirt, wo er angefangen als Inspektor-Anwärter die Beamtenlaufbahn zum städtischen Oberverwaltungsrat durchlief und sich dann schließlich als Leiter der Versicherung der Stadt Aachen in die Pensionierung verabschiedete.

Nicht nur seine Schilderungen zu der damaligen Südamerikareise mit Alemannia, die gerade in der damaligen Zeit noch ein richtig kleines Abenteuer waren, sondern auch seine Sichtweise zu den Veränderungen, sportlich und gesellschaftlich über die letzten 50, 60 Jahre lassen aufhorchen!

Einfach mal reinhören, und sacken lassen, was Jupp Martinelli mit seiner so reichhaltigen Lebenserfahrung hier preis gibt!

Es gibt von diesem Interview wieder eine gekürzte Version (28:57 Min.) und die ungekürzte Originalversion (33:09 Min.). Für den Zugang zur ungekürzten Originalversion einfach kostenlos anmelden und ein Passwort erhalten. Damit dann unter „VIP“ bei der ungekürzten Originalversion in Minute 27:47 einsteigen, falls zuvor die gekürzte Version gehört wurde und keine Wiederholung des bereits Gehörten gewünscht ist.

 

Inhalte gekürztes Podcastinterview

Erfahren Sie in der gekürzten Version dieses Interviews (28:57 Min.) u.a. …

  • wie er dem Trainer eine Leichtathletikveranstaltung einen Tag vor seinem ersten Startelfeinsatz gegen Schalke 04 verschwiegen hatte
  • warum für ihn ein Wechsel von Alemannia nie in Frage kam
  • was ihm schlussendlich beim und zum Nationalmannschaftskader gefehlt hatte
  • warum Vertragsverhandlungen mit ihm so zügig und unkompliziert gingen
  • warum er vom heutigen Profitum nichts in seiner Zeit hätte haben wollen
  • über die die schönste Erinnerung und die größte Enttäuschung in seiner Karriere
  • wie es dazu kam, dass die Polizei ihn einmal bei einem Platzverweis vom Platz führte
  • über die für ihn heute noch unvergessliche Südamerikareise mit Alemannia Aachen
  • wie er den ehemaligen sportlichen Erfolg heute noch genießt
  • wie aus seiner Sicht der Wert des Geldes die Lebensumstände über die letzten 50, 60 Jahre verändert hat
  • welche berufliche Herausforderungen er zu meistern hatte
  • was er am Fußball so schätzt und immer so geschätzt hat

 

Inhalte ungekürzte Originalversion

In der ungekürzten Originalversion des Interviews (33:09 Min.) haben Sie dann auch noch die Möglichkeit zusätzlich zu erfahren…

  • warum er weder vor dem Papst noch der Bundeskanzlerin oder sonst wem Hochachtung hat
  • was ihm im Team wichtig ist
  • was er zu Stress zu sagen hat
  • über seine Wertigkeit von großen Reisen im Vergleich mit dem Aachener Rathaus und Münsterplatz…
  • über einen klitzekleinen, wenn nicht doch noch größeren Wunsch …

Für die ungekürzte Originalversion des Interviews können Sie sich hier kostenlos anmelden!

 

Weiterführende Links

Webseite von Jupp Martinelli: www.wikipedia.Josef_Martinelli

 

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Kommentare
  • Jupp Römer
    Antworten

    Hallo Ded. Schönes Interview,toller Mensch, guter Freund und super Fussballer eben ne Scheeter Jong. Viele Grüsse und weiterhin interesante Gäste,Jupp Römer

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